Die Reiskooperative Sunstar

sortes rizDie Kooperative
Im Norden von Indien, in der Region Luxar, an den Ufern des Ganges und am Fuße des Himalaja befindet sich der Standort der Fairtarde zertifizierten Kooperative Sunstar. Die Kleinbauer dieser Kooperative produzieren den hierzulande so beliebten Basmati Reis. Ihre Produktion beschränkt sich meistens auf 2 bis 5 Hektar, welche unter den Bedingungen des Fairen Handels angepflanzt werden. Rund ein Drittel der Landwirte arbeitet in biologisch-dynamischer Wirtschaftsweise. So erhielten die Kooperative die Zertifizierung durch den Demeter Verband.

In diesem traditionsreichen Anbaugebiet für Basmati Reis, arbeitet auch Kashmeer Shing. Der 52-jährige Reisbauer lebt mit seinen fünf Brüdern und deren Familien auf einem Hof. Gemeinsam mit seinen drei Söhnen pflanzt er auf zweieinhalb Hektar Basmati an. „Mit dem zusätzlichen Geld von TRANSFAIR hat unsere Dorfgemeinschaft eine Brücke gebaut. Früher mussten wir mit dem Reis auf dem Kopf nach der Ernte durch einen Kanal waten. Das war sehr mühsam und zeitaufwändig, da uns das Wasser bis zum Bauch reichte“, sagt Kashmeer Shing. Heute kann er mit dem Ochsenkarren über die Brücke fahren.vaches pflug

 

Wissenswertes über Reis

Vor mehr als 7.000 Jahren wurde wahrscheinlich in China das erste Mal Reis angebaut. Mittlerweile liefert Reis rund ein Fünftel der Nahrungsenergie weltweit, für Milliarden von Menschen besonders in Asien ist er Grundnahrungsmittel. 90 Prozent des Reisanbaus erfolgt auf diesem Kontinent. Zumeist wird er von Kleinbauernfamilien angebaut. Der größte Teil der asiatischen Produktion dient der Eigenversorgung; nur etwa vier Prozent dieses Reises gelangen in den internationalen Handel. Bei optimalen Verhältnissen liefert ein Saatkorn rund 3.000 Reiskörner.
Basmati-Reis ist ein aromatischer Langkornreis und kommt ausschließlich aus Nordindien und Pakistan. "Basmati" bedeutet Duft.


kidsDie Reisbauern und der Faire Handel
Das Prinzip ist einfach: Reisbauernfamilien wie die von Kashmeer Shing erhalten für ihren Reis vertraglich abgeschlossene Mindestpreise, die garantiert über dem Weltmarktpreis liegen. Außerdem wird eine Fairtrade-Prämie von 30 Euro pro Tonne Reis an die Produzentenorganisationen gezahlt. Auch die Brücke, über die Kashmeer Shing seinen Reis transportiert, wurde von der Prämie finanziert. Die Produzenten können selber bestimmen, für welche Projekte das Geld eingesetzt wird.
Durch die Einhaltung der Fairhandelskriterien ist sichergestellt, dass die Menschen vor Ort eigenverantwortlich wirtschaften, ihre Existenz sichern können und soziale Mindeststandards in punkto Gesundheit und Bildung erreichen.
In Khaddar sind außerdem der Aufbau einer medizinischen Basisversorgung, eines besseren Schulsystems und eines Telefonnetzes geplant.
„Als nächstes wollen wir auch noch die schmale Straße pflastern, die unser Dorf mit den Feldern verbindet“, sagt Kashmeer Shing. „Bisher ver-wandelt sie der starke Monsunregen immer in eine Schlammwüste!“

"Wir erhalten jetzt viel bessere Preise für unsere Ernten. Außerdem bekommen wir wertvolle Hinweise über die biologische Bewirtschaftung. Der Faire Handel unterstützt uns überall da, wo wir Hilfe brauchen. " so Shesh Raj Singh, Reisbauer in Khaddar.

 

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Mehr über den Reissektor und die Bedingungen des Fairen Handels erfahren Sie hier : Der Reissektor und der Faire Handel

Schauen Sie auch:

Den Presseartikel über den Reis in Indien schauen. Luxemburger Wort
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