Teeplantage Selimbong, Darjeeling
Die Plantage
Die Selimbong Plantage hat eine Größe von 308 ha und erstreckt
sich auf einer Seehöhe von 1000 bis 1900 Metern. Auf 161 ha wird Tee
angebaut. Auf dem restlichen Land befinden sich Wälder und andere
Kulturen. 48 ha Land stehen den ArbeiterInnen für die eigene Verwendung
zur Verfügung. Die Plantage verfügt über eine eigene Teefabrik, in der
ausschließlich der Tee aus eigener Produktion verarbeitet wird. Seit
1995 wird auf dieser Plantage organisch-biologisch produziert.
Mit 485 fix Angestellten zählt die Selimbong Plantage zu den größeren
Plantagen in Darjeeling. Von den 485 ArbeiterInnen sind 280 Frauen. 30
Personen arbeiten in der Teefabrik. Zur Saisonarbeit kommen an die 100
Personen – meist Frauen – hinzu. Insgesamt sichert die Plantage die
Existenz von an die 2000 Personen. 90% der ArbeiterInnen und ihrer
Familien leben in den Unterkünften der Plantage und verfügen über Wohnhäuser mit Letrinen und fließendem Wasser.
Der Tee
Heute unterscheidet man vier Hauptanbaugebiete, deren Tees sich
durch ihre typischen Eigenschaften wie Aroma, Geschmack, Farbe und
Stärke unterscheiden : Darjeeling, Assam, Dooars und Nigiri. Der
Darjeeling-Tee stammt aus Plantagen an den Südhängen des Himalaya, von
denen die meisten in einer Höhe zwischen 300 und 2000 Metern liegen. Oberhalb von 1500 Metern wachsen die feinsten und teuersten Tees der
Welt. Die intensive Gebirgssonne und die niedrigen Temperaturen in der
Nacht lassen die Blätter nur langsam wachsen – Voraussetzung für das
besonders ausgeprägte und liebliche Aroma dieser Teesorte.
Selimbong steht nicht nur für Darjeeling-Tee der Spitzenqualität sondern auch für umweltschonenden Anbau und soziales Engagement im Sinne der TeeplantagenarbeiterInnen.
Selimbong und der faire Handel
Seit 1995 ist Selimbong Fairtrade zertifiziert. Dadurch erhalten die Teebauern einen höheren Preis für ihren Tee, der entweder dem gesetzlichen Mindestlohn fur Teearbeiter entspricht oder höher als der Durschnitt der Region ist. Neben diesem Fairen Preis kommt eine Fairtrade Prämie von 0,5 bis 1€/kg dabei die für Entwicklungsprojekte genutzt wird. Mit dieser Prämie konnte die Plantage einen zusätzlichen Pensionsfonds für die ArbeiterInnen finanzieren, eine Primärschule und ein Essraum mit Toilette für die ArbeiterInnen bauen lassen.
Die Selimbong Plantage folgt dem „Labour Plantation Act“ : ArbeiterInnen profitieren von Sozialleistungen wie Urlaub, Krankengeld, zwölfwöchigen Mutterschutz, verbilligte Lebensmittel, Unterkunft und Altersversorgung. Zudem bietet die Plantage ihren Angestellten kostenlose medizinische Versorgung und einen Kindergarten. Die TeearbeiterInnen sind zu 100% in der „Himalayan Plantation Workers´ Union“ organisiert. Neben der Arbeit auf der Plantagen erwirtschaften sich viele ArbeiterInnen durch den Anbau von Mais, Gemüse und Kartoffeln, die Fisch- und Hühnerzucht ein Zusatzeinkommen.

Lesen das Interview das mit Chandra Deo Gurung, Assistant Manager von der Selimbong Tea Estate, geführt wurde. Sie werden mehr
über die Auswirkungen des Fairen Handels auf das Leben der Arbeiter erfahren.
Schauen Sie auch:
Den Presseartikel über den Tee in Indien schauen. Luxemburger Wort,Point 24
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